Die Heilpädagogische Förderung bildet wie die Schule oder die Werkstatt den „zweiten Lebensbereich“ für erwachsene Menschen mit Behinderung im Sinne von Unterstützung/Assistenz. Dadurch erfolgt eine Umsetzung des Normalisierungsprinzips entsprechend den Vorgaben des Gesetzgebers.
Durch die aktive Teilnahme an diesem zweiten Lebensbereich können folgende Ziele erreicht werden:
Die Angebote der HpF finden in der Regel durch Fördergruppen statt, die eine hohe zeitliche und inhaltliche Differenzierung aufweisen (ganztägige Förderung mit Mittagstisch, halbtägige und stundenweise Förderung).
Die HpF bietet für Erwachsene mit geistiger und teilweise mehrfacher Behinderung bis hinein ins Seniorenalter sowie für Menschen mit geistiger Behinderung und besonderen psychosozialen Problemen individuelle Förderung an, die sich an ihrem Entwicklungsstand und an ihren Bedürfnissen orientiert (Angebote im lebenspraktischen Bereich, Bewegung, Spiel und Beschäftigung, Kommunikation, soziales Lernen und kreative Aktivitäten).
Die größtmögliche Beteiligung der Menschen mit Behinderung, die Beachtung ihres Rechtes auf Selbstbestimmung sowie die Wertschätzung ihrer Persönlichkeit und Lebensgeschichte sind wesentliche Leitgedanken bei der täglichen Arbeit in den Fördergruppen.
Die Fachkonzepte und die Dokumentation basieren auf dem sog. GBM-Verfahren (= Gestaltung der Betreuung für Menschen mit Behinderung).
Zusätzliche therapeutische Angebote (Reittherapie, Musiktherapie, Mundtherapie und Kommunikation, Gestalttherapie) und das Bildungs- und Freizeitprogramm FORBY werden innerhalb der Region Kernen auch für Menschen mit Behinderungen aus anderen Regionen angeboten.
Die Leiterin der Fachkonferenz Heilpädagogische Förderung ist für die fachliche Entwicklung der Konzeptionen und die Qualitätsentwicklung der HpF zuständig.
Kontakt:
Ines Bader
HpF Hangweide
71394 Kernen
Fon 07151 940-2471
Mail ines.bader(at)diakonie.stetten.de
Die HpF im Bereich Hangweide bietet Förderung, Beschäftigung und Bildung für 130 Personen an, die fast alle im Wohnbereich Hangweide wohnen.
Die Förderangebote werden in drei Pavillonen auf der Hangweide durchgeführt, die über gut ausgestattete Fördergruppenräume verfügen.
Neben den Fördergruppen für Menschen mit schweren Behinderungen und herausfordernden Verhaltensweisen gibt es zwei Seniorengruppen, die die behinderten Personen nach dem Ausscheiden aus der Werkstatt besuchen können.
Turnhalle, Snoezelenraum und ein großzügiges Freigelände schaffen Abwechslung im Wochenplan und geben Möglichkeiten zu vielfältigen Bewegungsangeboten.
Kontakt
Ines Bader
HpF Hangweide
71394 Kernen
Fon 07151 9402471
Mail ines.bader(at)diakonie-stetten.de
Beschreibung HpF Stetten
Die HpF Stetten im Bereich Stetten bietet Förderung, Beschäftigung und Bildung sowie Hinführung zur Arbeit für 220 Personen an. Um den unterschiedlichsten Bedürfnissen dieser Menschen gerecht zu werden unterteilt sich die HpF Stetten in
Eine geringe Anzahl von Personen benötigt eine geregelte Einzelförderung.
Menschen mit Behinderung im Seniorenalter finden Aufnahme in einem der vier Seniorenclubs, die werktäglich stattfinden.
Die Fördergruppen sowie die Seniorenclubs sind in der Regel mit einer Fachkraft besetzt (Heilpädagoge/Heilpädagogin, Sozialpädagoge/Sozialpädagogin, Heilerziehungspfleger/in, Ergotherapeut/in, Arbeitserzieher/in) unterstützt durch einen Praktikanten/eine Praktikantin, eine Freiwillige Soziale Jahrhelferin, einen Zivildienstleistenden, eine Fachhochschüler/in oder eine/n Fachschüler/in.

Die Förderung findet werktäglich statt und orientiert sich an den Fähigkeiten und den individuellen Bedürfnissen der Klientinnen und Klienten, die sich fast alle auf dem sensomotorischen Entwicklungsstand befinden. Folgende Förderangebote werden unter anderem durchgeführt:

Die Förderung in den sogenannten Rehagruppen findet werktäglich statt und orientiert sich den Fähigkeiten und den individuellen Bedürfnissen der Klientinnen und Klienten, die häufig durch speziell autistische Bedarfe oder auch Zwänge, motorische Unruhe sowie psychische Probleme geprägt sind. Wesentlich ist der Aufbau eines heilpädagogisch-therapeutischen Settings, das soziales Lernen ermöglicht und zur persönlichen Stabilisierung der einzelnen Klientinnen und Klienten beiträgt, damit Ich-Stabilität und situationsadäquates Verhalten aufgebaut werden können. Folgende Förderangebote werden durchgeführt:

Die Heilpädagogischen Arbeitsgruppen finden werktäglich statt und bieten Menschen mit geistiger und teilweise mehrfacher Behinderung, die noch nicht oder nicht mehr in der Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten können, adäquate Arbeitsangebote mit begleitenden heilpädagogischen Maßnahmen (Sport und Bewegung, kreative Angebote, Gesprächsgruppen, kulturelle Angebote). Das Ziel ist der Aufbau eines kontinuierlichen Arbeitsverhaltens, die Förderung von sozialen Fähigkeiten und die (Wieder)-Eingliederung in eine Arbeitsgruppe der WfbM.
Einzelförderung findet werktäglich ein bis zwei Stunden statt und richtet sich an Personen, die neben ihrer geistigen Behinderung noch verschiedene psycho-soziale Probleme haben (z.B. autistische Züge, Hyperaktivität, depressive Verstimmungen, massives destruktives Verhalten).
Ziel der Einzelförderung ist die Integration der Klientinnen und Klienten in Fördergruppen.

Die Angebote der werktäglich stattfindenden Seniorenclubs sind unter anderem:
Sabine Maier-Ehnert
HpF Stetten
71394 Kernen
Fon 07151 940-2326
Mail sabine.maier-ehnert(at)diakonie-stetten.de