Region Kernen

Die Heilpädagogischen Förderung (HpF)

Die Heilpädagogische Förderung bildet wie die Schule oder die Werkstatt den „zweiten Lebensbereich“ für erwachsene Menschen mit Behinderung im Sinne von Unterstützung/Assistenz. Dadurch erfolgt eine Umsetzung des Normalisierungsprinzips entsprechend den Vorgaben des Gesetzgebers.

Durch die aktive Teilnahme an diesem zweiten Lebensbereich können folgende Ziele erreicht werden:

  • Die Abwechslung von Orten und sozialen Bezugsgruppen bietet den Menschen mit Behinderung Anregungen, neue Kontakte und Beziehungen und ermöglicht neue Lern- und Bildungserfahrungen.
  • Die Woche und die einzelnen Werktage erhalten durch die gegliederten Angebote eine klare und übersichtliche Struktur und tragen zur Orientierung und Sicherheit bei.
  • In den Fördergruppen werden Angebote zur Anregung, Bildung und Beschäftigung/Arbeit gemäß des Entwicklungsstandes und der individuellen Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung gemacht.
  • Die kontinuierlichen und verlässlichen Beziehungen zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der HpF schaffen Sicherheit und Vertrauen und bieten die Basis für Lernen und die Entwicklung von Eigenaktivität.

Die Angebote der HpF finden in der Regel durch Fördergruppen statt, die eine hohe zeitliche und inhaltliche Differenzierung aufweisen (ganztägige Förderung mit Mittagstisch, halbtägige und stundenweise Förderung).

Die HpF bietet für Erwachsene mit geistiger und teilweise mehrfacher Behinderung bis hinein ins Seniorenalter sowie für Menschen mit geistiger Behinderung und besonderen psychosozialen Problemen individuelle Förderung an, die sich an ihrem Entwicklungsstand und an ihren Bedürfnissen orientiert (Angebote im lebenspraktischen Bereich, Bewegung, Spiel und Beschäftigung, Kommunikation, soziales Lernen und kreative Aktivitäten).

Die größtmögliche Beteiligung der Menschen mit Behinderung, die Beachtung ihres Rechtes auf Selbstbestimmung sowie die Wertschätzung ihrer Persönlichkeit und Lebensgeschichte sind wesentliche Leitgedanken bei der täglichen Arbeit in den Fördergruppen.

Die Fachkonzepte und die Dokumentation basieren auf dem sog. GBM-Verfahren (= Gestaltung der Betreuung für Menschen mit Behinderung).

Zusätzliche therapeutische Angebote (Reittherapie, Musiktherapie, Mundtherapie und Kommunikation, Gestalttherapie) und das Bildungs- und Freizeitprogramm FORBY werden innerhalb der Region Kernen auch für Menschen mit Behinderungen aus anderen Regionen angeboten.

Die Leiterin der Fachkonferenz Heilpädagogische Förderung ist für die fachliche Entwicklung der Konzeptionen und die Qualitätsentwicklung der HpF zuständig.

Kontakt:
Ines Bader
HpF Hangweide
71394 Kernen
Fon 07151 940-2471
Mail ines.bader(at)diakonie.stetten.de



HpF Hangweide

Die HpF im Bereich Hangweide bietet Förderung, Beschäftigung und Bildung für 130 Personen an, die fast alle im Wohnbereich Hangweide wohnen.

Die Förderangebote werden in drei Pavillonen auf der Hangweide durchgeführt, die über gut ausgestattete Fördergruppenräume verfügen. 

Neben den Fördergruppen für Menschen mit schweren Behinderungen und herausfordernden Verhaltensweisen gibt es zwei Seniorengruppen, die die behinderten Personen nach dem Ausscheiden aus der Werkstatt besuchen können.

Turnhalle, Snoezelenraum und ein großzügiges Freigelände schaffen Abwechslung im Wochenplan und geben Möglichkeiten zu vielfältigen Bewegungsangeboten.

Kontakt
Ines Bader
HpF Hangweide
71394 Kernen
Fon  07151 9402471
Mail ines.bader(at)diakonie-stetten.de



HpF Stetten

Beschreibung HpF Stetten

Die HpF Stetten im Bereich Stetten bietet Förderung, Beschäftigung und Bildung sowie Hinführung zur Arbeit für 220 Personen an. Um den unterschiedlichsten Bedürfnissen dieser Menschen gerecht zu werden unterteilt sich die HpF Stetten in

Eine geringe Anzahl von Personen benötigt eine geregelte Einzelförderung.

Menschen mit Behinderung im Seniorenalter finden Aufnahme in einem der vier Seniorenclubs, die werktäglich stattfinden.

Die Fördergruppen sowie die Seniorenclubs sind in der Regel mit einer Fachkraft besetzt (Heilpädagoge/Heilpädagogin, Sozialpädagoge/Sozialpädagogin, Heilerziehungspfleger/in, Ergotherapeut/in, Arbeitserzieher/in) unterstützt durch einen Praktikanten/eine Praktikantin, eine Freiwillige Soziale Jahrhelferin, einen Zivildienstleistenden, eine Fachhochschüler/in oder eine/n Fachschüler/in.

Fördergruppen für erwachsene Menschen mit geistiger und teilweise mehrfacher Behinderung:

Förderung der Beweglichkeit
Förderung der Beweglichkeit

Die Förderung findet werktäglich statt und orientiert sich an den Fähigkeiten und den individuellen Bedürfnissen der Klientinnen und Klienten, die sich fast alle auf dem sensomotorischen Entwicklungsstand befinden. Folgende Förderangebote werden unter anderem durchgeführt:

  • Bewegungsförderung, auch Lagerung und grobmotorische Übungen
  • Basale Stimulation und Wahrnehmungsförderung
  • Förderung von spielerischen Tätigkeiten und lebenspraktischen Fähigkeiten
  • Beziehungsaufbau und Förderung des kommunikativen Ausdrucks
  • Angebote adäquater Beschäftigung

Fördergruppen für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung und herausforderndem Verhalten („Rehagruppen“)

Kreative Gestaltung (Malen)
Kreative Gestaltung (Malen)

Die Förderung in den sogenannten Rehagruppen findet werktäglich statt und orientiert sich den Fähigkeiten und den individuellen Bedürfnissen der Klientinnen und Klienten, die häufig durch speziell autistische Bedarfe oder auch Zwänge, motorische Unruhe sowie psychische Probleme geprägt sind. Wesentlich ist der Aufbau eines heilpädagogisch-therapeutischen Settings, das soziales Lernen ermöglicht und zur persönlichen Stabilisierung der einzelnen Klientinnen und Klienten beiträgt, damit Ich-Stabilität und situationsadäquates Verhalten aufgebaut werden können. Folgende Förderangebote werden durchgeführt:

  • Training des Arbeitsverhaltens (Industriearbeit, Eigenfertigung, hauswirtschaftliche Tätigkeiten).
  • Psychomotorische Angebote (Rhythmik, Sport und Bewegung)
  • Kreative Gestaltung (Musik, Malen, Schreiben)
  • Sozialtherapeutisches Programm (Erstellung von Tages- und Wochenplänen gemeinsam mit den Klientinnen und Klienten, Tagebücher schreiben, Verträge zur Verhaltenssteuerung)

Heilpädagogische Arbeitsgruppen:

Jede Arbeit besteht aus vielen Einzelschritten
Jede Arbeit besteht aus vielen Einzelschritten

Die Heilpädagogischen Arbeitsgruppen finden werktäglich statt und bieten Menschen mit geistiger und teilweise mehrfacher Behinderung, die noch nicht oder nicht mehr in der Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten können, adäquate Arbeitsangebote mit begleitenden heilpädagogischen Maßnahmen (Sport und Bewegung, kreative Angebote, Gesprächsgruppen, kulturelle Angebote). Das Ziel ist der Aufbau eines kontinuierlichen Arbeitsverhaltens, die Förderung von sozialen Fähigkeiten und die (Wieder)-Eingliederung in eine Arbeitsgruppe der WfbM.


Einzelförderung:

Einzelförderung findet werktäglich ein bis zwei Stunden statt und richtet sich an Personen, die neben ihrer geistigen Behinderung noch verschiedene psycho-soziale Probleme haben (z.B. autistische Züge, Hyperaktivität, depressive Verstimmungen, massives destruktives Verhalten).

Ziel der Einzelförderung ist die Integration der Klientinnen und Klienten in Fördergruppen.

Seniorenclubs:

Menschliches Miteinander hat keine Altersgrenze
Menschliches Miteinander hat keine Altersgrenze

Die Angebote der werktäglich stattfindenden Seniorenclubs sind unter anderem:

  • Geselligkeit pflegen, Feste feiern
  • Musische und kreative Tätigkeiten
  • Erhalten und Förderung von lebenspraktischen Fertigkeiten (Backen, Handarbeiten, Werkarbeiten)
  • Körperliche Aktivierung durch Bewegungsangebote
  • Biographiearbeit

Kontakt

Sabine Maier-Ehnert
HpF Stetten
71394 Kernen
Fon 07151 940-2326
Mail sabine.maier-ehnert(at)diakonie-stetten.de